MY MASK STORY

Mund- und Nasenmasken Geschichte

Das Übel in der Luft, der COVID-19-Virus, ist bis heute nicht besiegt. Noch immer hält uns die globale Pandemie in Schach und ist für jeden Einzelnen von uns auf unterschiedliche Weise im alltäglichen Leben noch immer eine große Herausforderung. Während die einen allein zu Hause ausharren, gibt es Familien und besonders Alleinstehende, die durch die Kinderbetreuung und schulische Ausbildung ihrer Kinder mehr als ge- und manchmal auch überfordert sind. 2020 und nun auch 2021 – ein Jahr der Extreme.

Seit März steigen und fallen die Infektionszahlen und hier begann die Geschichte meiner Mission für 2020. Im März startete ich mit der Näherei einiger Behelfsmasken für Freunde, Familie und Bekannte. So viele Nachrichten erreichten mich während dieser Zeit von Menschen, die für ihre Arbeit und im Alltag dringend eine Mund- und Nasenmaske brauchten und es noch nirgends eine zu kaufen gab. Damals konnten die Meinungen zur Maske nicht unterschiedlicher sein. Noch heute erinnere ich mich daran, dass ich einige Blogbeiträge dazu las, in denen davor gewarnt wurde, Behelfsmasken zu nähen und zu verkaufen. Ein Geschäft aus der Pandemie würde zu Abmahnungen führen und es sei mit Bestrafungen zu rechnen und gleichzeitig waren Masken ausverkauft und selbst Pflegepersonal, das sonst stets einen Vorrat an Masken hatte, konnten keine Mund- und Nasenbedeckung mehr erwerben.

Doch der Druck meiner Freunde und Familie wurde immer größer. Ein Jeder wollte sich im Alltag einfach ein wenig sicherer und geschützter durch die Maske fühlen und in einigen Institutionen wie Ergotherapien, Pflegeheimen, Supermärkten wurde die Behelfsmaske langsam zur Pflicht. So begann ich Anfang März mit dem ersten Nähen meiner Allisbird Gesichtsmasken für meine Freunde und Familie, nichts ahnend, dass ich eine Woche später von früh bis spät in die Nacht meine Nähmaschine zum Glühen bringen würde.

Anfang März sah ich dann via facebook den Aufruf meiner Freundin Susi, Bloggerin des Hey Sister! Blogazine. Sie fragte ihre Community, wer wen kennt, der Mund- und Nasenbedeckungen herstellt und ggf. verkauft. Natürlich schickte ich ihr den Link zu meinem kleinen Onlinestore, nichts ahnend, dass die Klickzahlen noch am selben Tag durch die Decke gehen würden.

Noch heute fange ich an zu lächeln, als die Klickzahlen stetig stiegen, als sie ihren Blogbeitrag gegen 16.00 Uhr veröffentlichte. Das sich dann zwei Stunden später unsere Bundeskanzlerin Angela Merkel ebenfalls an die Bevölkerung wandte und alle Menschen zum Tragen einer Maske aufforderte und um Mithilfe aller Schneider*Innen der Nation zum Nähen und damit zur Mithilfe, diese Pandemie unter Kontrolle zu bekommen, aufrief.

So wurde mein Lieblingshobby, das Nähen, auf einmal zu einer gesellschaftlichen Aufgabe und meine Mission: #ALLISBIRDGOTYOUCOVERED – #1111Maskenfuerdeutschland war geboren. Zunächst nähte ich auf Spendenbasis von 3, 5, oder 7 Euro die ersten Masken, was zu einem regen Chaos in meinem Kreativzimmerchen führte, da natürlich nicht von jedem Stoff unendlich viel Meterware vorhanden war. Über zwei Wochen lang klingelte jeden Morgen um 5.00 Uhr der Wecker, obwohl ich es erst gegen 2.00 Uhr ins Bett geschafft hatte. Die Bestellungen, Anfragen per E-Mail und Versandbearbeitung hielten mich in Schach, denn man glaubt es kaum, aber Allisbird ist eine One-Woman-Show. Ich allein nähte, fotografierte, bearbeitete Bilder, machte Werbung, beantwortet Nachrichten und Fragen, kümmerte mich um die liebevolle Verpackung und den Versand. Noch heute ist es mir ein Rätsel, wie ich das aushalten konnte. Vielleicht waren es Nachrichten wie diese, die mich täglich erreichten und motivierten:

    „Ich glaube du bist dir gar nicht bewusst, wie wertvoll deine Arbeit ist und was für einen hohen gesellschaftlichen Beitrag du im Moment leistest.“

 

    „Deine Arbeit ist so wichtig und ich danke dir von Herzen.“

 

    „Dein Paket hat uns heute erreicht und es war eine wahre Freude, es zu öffnen.“

Ich bin unglaublich stolz, dass ich durchgehalten habe und ein „longtime dream came true“, denn schon immer wollte ich mit meinem kleinen Label für eine bessere Welt nähen. Der Satz auf meinem Visionboard aus 2019 „allisbird is sewing for a better world“ hatte sich in 2020 bewahrheitet und ich konnte sehr vielen Menschen durch eine Behelfsmaske und damit Deutschland unterstützen. Mein Ziel #1111 Gesichtsmasken für Deutschland zu nähen, habe ich leider nicht geschafft, dafür durfte ich so viele soziale Projekte finanziell oder mit Sachspenden, wie die Berliner Obdachlosenhilfe, unterstützen. Meine Masken wurden europaweit und sogar bis nach Kanada versandt und das ist mehr wert als ein unerreichtes Ziel.

Spende eine maske

Die Masken sind immer noch im Store, schau gern vorbei, denn wie man weiß, sollte ein Jeder mehr als nur eine Maske zu Hause haben und sie lieber einmal mehr als zu wenig wechseln und nachhaltiger als die Einwegmasken sind sie in jedem Fall.

Ich danke euch für all eure Nachrichten, Briefe und das Gefühl, was ihr mir durch diese Aktion entgegengebracht habt.

With love always and always,

Sabrina

 

Meine Projekte auf einen Blick:

Allisbird-store.de // Fashion:
MAIL allisbird@live.de
STORE
FACEBOOK
INSTAGRAM

      sabrinablumenthal.com // Grafikdesign:
      hallo@sabrinablumenthal.com
      sabrinablumenthal.com
      XING

      it´s ride o´clock // Poetische Ergüsse:
      its_ride_oclock


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